Angriff oder Verteidigung

Zeiten, in denen ein erhöhtes Potenzial an Gewalt und Terror vorherrscht, lassen sich häufig durch ein erhöhtes Aufkommen und einen konstanten Gebrauch an Waffen kennzeichnen. Waffen spielen dabei eine zweigeteilte Rolle, denn auf der einen Seite dienen sie Kriminellen als Instrument des Angriffs und der Bedrohung anderer Menschen, auf der anderen Seite werden eben jene Attacken mit Waffen abgewehrt. Wenn man an Waffen denkt, muss man sich immer auch deren "Kehrseite der Medaille" vergegenwärtigen.

Waffen sind im Bewusstsein eines Menschen zwar nicht immer allgegenwärtig - dies ist sogar in den seltensten Fällen so. Dennoch nehmen sie eine entscheidende Rolle ein, zum Beispiel im Beruf eines Polizisten. Dort gehören Waffen und die dazugehörige Ausbildung hinsichtlich der Nutzung zur Basis-Ausrüstung, da sowohl potentielle als auch tatsächliche Verbrecher in die Schranken gewiesen werden müssen. Waffen, wie Pistolen, Granaten und Ähnliches dienen den Hütern des Gesetzes also lediglich zur Gefahrenabwehr und zum Schutz der Bevölkerung. Ein Missbrauch - beispielsweise eine private Nutzung, um auf eigene Faust für Recht und Ordnung zu sorgen - ist nicht erlaubt.

In einem Krieg kommen Waffen in einem großen Stil zum Einsatz - und dies jederzeit auf grausame Art und Weise. Eine neue und zerstörerische Intensität der Waffen konnte vor allem vom 19. bis zum 20. Jahrhundert erkannt werden, als Panzer und Atombomben Einzug hielten und als Waffen die Funktion zur Gefahrenabwehr verloren und stattdessen als Leid bringendes Instrument der Gewalt wahrgenommen wurden. Dies ist die Schattenseite, wenn man über Waffen nachdenkt: Ein sinnvoller Nutzen verschwindet ganz und gar, Zerstörung rückt in den Vordergrund. Zu den Waffen des Krieges zählen allerdings nicht nur die diejenigen, welche mit Explosionen und Körperdurchschüssen die Physis eines Menschen bis hin zum Tod stören können. Zusätzlich können Nervengase und Ähnliches als biochemische Waffen gelten. Die Anwendung in Kriegen zielt auch hier nur auf die Eliminierung des Gegners ab, wodurch der Waffeneinsatz zu verurteilen ist.

Waffen lassen sich im Alltag allerdings zur Gefahrenabwehr einsetzen, indem sie ihre Träger schützen können. Frauen beispielsweise greifen nicht selten auf Pfefferspray zurück, um aufdringliche Männer fernzuhalten. Waffen dieser Art zielen in erster Linie nicht darauf ab, das Opfer zu töten, sondern nur außer Gefecht zu setzen, um fliehen oder Hilfe holen zu können. Messer und andere spitze Gegenstände dienen des Weiteren als wirkungsvolle Waffe, um die eigene Gesundheit schützen zu können. Doch auch bei diesen spielt ein Element eine Rolle, das diese Art Waffen von denen anderer Sorten unterscheidet, zum Beispiel Pistolen, Harpunen oder gar Granaten und Bomben jeglicher Art: die Distanz. Messer und Co. können in der Regel nur aus einer kurzen Distanz ihre volle Wirkung entfalten, während die anderen Modelle über längere Entfernungen - vor allem Raketen - Schaden oder Nutzen anrichten können. Dadurch wird auch schon deutlich, dass Waffen für den "Nahkampf" eher dem eigentlichen Sinn - Schutz des eigenen Lebens - näherkommen.

Als Waffen können zudem Kampfsportarten gelten, die der Abwehr von Gefahren dienen sollen. Eine eher unscheinbare und zierliche Frau stellt leicht ein sexuelles Opfer für einen Mann dar. Praktisch ist es dann, wenn sie Karate oder Judo beherrscht und den Angreifer mit dieser Waffe schlagen kann. Großer Vorteil dabei ist, dass der Kriminelle vorher nicht erkennen kann, ob eine Frau diese Kampfkunst beherrscht oder eben nicht.
Waffen lassen sich also generell in verschiedene Gruppen einordnen. Neben den am geläufigsten als Waffen geltenden Exemplaren, wie Pistolen oder Bomben, können Nahdistanzwaffen, wie Messer oder Pfefferspray, und längere Strecken zurücklegende Waffen, wie Raketen, identifiziert werden. Waffen gelten generell als gefährlich - wer sich in ihrer Nähe befindet, sollte auf der Hut sein. Zudem können auch Gegenstände, die eigentlich gar nicht als Waffe konzipiert waren, ihre Funktion wechseln. Die Zwille beispielsweise, eine einst als Kinderspielzeug entwickelte Schleuder, wandelte sich zu einer offiziell anerkannten Waffe.