Das Spiel mit dem Tod
Erst süße 21 Jahre alt war Samuel Colt bei seiner Patent-Anmeldung am 25. Februar 1835 für die erste funktionierende Feuerwaffe mit Drehzylinder, dem sogenannten Perkussionsrevolver. Die Besonderheit gegenüber den Vorgängermodellen ist das Perkussionsschloss, welches die Treibladung aus dem Geschoss herausschießen lässt. Vor dieser Innovation wurden Steinschlösser verwendet. Nur rund 22 Jahre später wurde der legendäre Colt, der in so vielen Western ein zweites ruhmreiches und vor allem unsterbliches Leben erhielt, vom Smith & Wesson No 1 abgelöst.
Der Metall-Rausch
Das 1852 in Springfield (Massachusetts) gegründete Unternehmen Smith & Wesson zählt bis heute zu den größten und populärsten Herstellern von Handfeuerwaffen in Nordamerika - trotz der beachtlichen Umsatzeinbussen 2010. Das Modell 1 war der erste Revolver, der fertige Patronen aus Metall abfeuern konnte und damit die Wende in der Waffentechnologie einleitete, auch wenn dieses 7-Schuss-Modell noch allerlei Tücken aufwies.
Zurück in die Zukunft
Der Sprung in die Gegenwart lässt die Dimensionen auf dem Waffenmarkt nur erahnen. Die Zeiten der oftmals schön verzierten Revolver sind vorbei. An deren Stelle traten und treten hauptsächlich für das Militär entwickelte hochkarätige Feuerwaffen, die optisch höchstens für die Unsichtbarkeit im Dschungel beziehungsweise in den verschiedensten Wäldern "verschönert" werden. Denn auf die tödliche, zerfetzende, hochtechnisierte und verlässliche Funktion kommt es an - im Hinblick auf die militärischen Zwecke freilich, die natürlich "nur" zum Schutze der Allgemeinheit dient...