Woher kommt dieser Waffenwahn?
Schutzinstinkt des Menschen
Schon seit der Steinzeit schützen sich Menschen mit Waffen. Während es früher Speere und Dolche waren, sind es in der Neuzeit bevorzugt Pistole und Gewehre. Waffen dienen nicht nur dem eigenen Schutz, ohne sie wären wir schon längst ausgestorben. Gegen die scharfen Klauen eines Tigers hätte ein nackter Mensch keine Chancen, deshalb musste er sich anders behelfen. So entstanden erste Waffen wie Bogen und Steinmesser. Sie dienten der Jagd und halfen im Anschluss, Speisen zuzubereiten. Folglich sind diese gefährlichen Gegenstände nicht automatisch etwas Schlechtes, denn ohne sie würde es uns gar nicht mehr geben. An dieses Argument denken die meisten Waffenfeinde nicht, wenn sie abermals gegen diese protestieren. Es liegt in der Natur des Menschen, sich verteidigen und schützen zu wollen. Dies erfolgt nicht immer defensiv in Form einer Mauer, Offensive spielte schon immer eine große Rolle. Menschen nutzen Waffen leider nicht nur, um zu überleben. Sie verrichten treue Dienste im Krieg gegen Artgenossen, wobei diese lediglich dem Angriff dienen. Kein Tier muss mit einem Katapult getötet werden. Gäbe es keinen Krieg, würden Pfeil und Bogen absolut ausreichen.
In der Faszination des Kriegs liegt auch die Begeisterung für Waffen. Sie werden ständig weiterentwickelt, immer neue Ideen für Tötungsmaschinen kommen auf der Markt. Während in der Antike noch mit Katapulten, Pfeilen und Schwertern gekämpft wurde, wäre so eine Armee in der heutigen Zeit hoffnungslos unterlegen. Ganze 5 Kampfflugzeuge könnte eine Armee aus 10.000 alten römischen Soldaten besiegen, wobei die Flugzeuge nicht einmal Schaden nehmen würden.
Gefahren lauern überall
Ein Einbruch ist jederzeit möglich und Verrückte gibt es auf dieser Welt genug. Aus diesen Gründen kann der Besitz einer Waffe hilfreich sein, denn Selbstverteidigung mit den blanken Händen kann sich als sehr schwer herausstellen. Eine Frau kann gegen einen 150-Kilo-Koloss herzlich wenig ausrichten, sie wäre ihm schmerzvoll unterlegen. Sie wäre ihm einer Vergewaltigung ohne jeglichen Verteidigungsmöglichkeiten ausgesetzt, mit einer Waffe könnte sie sich zur Wehr setzen. Vor einer Pistole hat jeder Respekt und sie stellt das letzte Mittel der Wahl dar.
Doch viele Menschen missbrauchen Gewehre für ihre Zwecke. Andere Personen werden bedroht und eine Waffe kann in falschen Händen schlimme Konsequenzen haben. Dabei muss es sich nicht einmal um einen Einbrecher handeln, der sich gezielt eine Schrotflinte besorgt hat. Ein Kind kann durch Zufall die Pistole seines Vaters finden und aus Versehen den Abzug erwischen. Solche Fälle stellen in Haushalten einen hohen Anteil an fahrlässiger Tötung dar. In einem Streit kann eine Waffe gezückt werden und die Kugel muss nicht immer nur Tische erwischen. Mit etwas Pech landet diese im Oberschenkel des anderen Streithahns und das Gejammer im Anschluss ist groß. Zudem hat die Beziehung keine Zukunft mehr, da jegliches Vertrauen nach so einer Tat zerstört wäre.
Ballerspiele als Waffenersatz
Die Faszination von Mord und Totschlag wird besonders in Ballerspielen deutlich. Schon Jugendliche interessieren sich für diese Thematik und zocken die ganze Nacht lang diese Spiele. Die Entwickler erfreuen sich an hohen Verkaufszahlen zu Kosten der Gewaltbereitschaft. Ein Mord wird in einer solcher Ballerei absolut verharmlost. Wer stirbt, kann schließlich wenige Sekunden später weitermachen. Doch die Realität sieht leider nicht so aus, aber die Spiele blenden diese Tatsache völlig weg.
Diesem Fakt macht sich sogar das amerikanische Militär zunutze. Es wurde extra für Jugendliche ein Spiel entwickelt, das den Kampf zwischen Terroristen und normalen Soldaten simuliert. Damit soll dem Nachwuchs der Eintritt in die Armee schmackhaft gemacht werden. Es wird die ganze Nacht gezockt, da die Spieler ihre Stühle nicht verlassen können. Die andere Seite der Medaille kann durchaus positiv aufgefasst werden. Menschen sollen lieber in einem Spiel Krieg führen, anstatt in der Realität ihre Artgenossen zu töten.